Radiologie Prien

Prostata-Vorsorge

Prostatakrebs früh erkennen

Warum eine Prostata-MRT sinnvoll für Ihre Vorsorge ist

Das Prostatakarzinom ist mit rund 75.000 neuen Fällen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Deutschland – und eine der häufigsten Todesursachen durch Krebs. Die gute Nachricht: Wird Prostatakrebs frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen sehr hoch.

Moderne Früherkennung – gezielter, schonender, sicherer

Früher wurde oft jährlich der PSA-Wert bestimmt und eine Tastuntersuchung durchgeführt. Heute setzt man auf einen neuen, individuell angepassten Weg:

  • Ab 45 Jahren wird ein einmaliger Basis-PSA-Wert empfohlen.
    • Ist dieser Wert unter 1,5 ng/mL, reichen weitere Kontrollen alle 5 Jahre.
    • Ist er erhöht, folgen genauere Untersuchungen.

 

Prostata-MRT: Die Schlüsselrolle in der Früherkennung

Bei erhöhtem PSA-Wert ist die Magnetresonanztomografie (MRT) ein wichtiger nächster Schritt – noch vor einer Gewebeentnahme (Biopsie).

Ihre Vorteile:

  • Keine Strahlenbelastung, keine Schmerzen
  • Erhöhte Sicherheit: Auffällige Bereiche in der Prostata werden gezielt sichtbar gemacht
  • Unnötige Biopsien können in bis zu 70 % der Fälle vermieden werden
  • Nur bei wirklich verdächtigen Befunden (PI-RADS 4 oder 5) folgt eine gezielte Biopsie

 

Ziel: Nur behandeln, was behandelt werden muss

Viele Prostatakrebse wachsen langsam und müssen nicht sofort operiert oder bestrahlt werden. Dank der MRT können aggressive Tumoren besser erkannt – und gutartige oder langsam wachsende Tumoren sicher überwacht werden („aktive Überwachung“ statt Übertherapie).

Was Sie tun können

  • Lassen Sie ab dem 45. Lebensjahr einmalig Ihren PSA-Wert bestimmen.
  • Sprechen Sie Ihren Arzt gezielt auf die Möglichkeit einer Prostata-MRT an, wenn der Wert erhöht ist.
  • Informieren Sie sich über die neuen, risikoangepassten Empfehlungen – sie können Ihnen helfen, sich sicherer und besser betreut zu fühlen.

 

Quelle:
Albers P. et al. Früherkennung, Diagnostik und lokale Therapie des Prostatakarzinoms – Ein Paradigmenwechsel, Deutsches Ärzteblatt, 25.07.2025, Jg. 122, Heft 15, S. 420–426.
DOI: 10.3238/arztebl.m2025.0099

Ablauf der Untersuchung

  • Wir benötigen von Ihnen einen aktuellen, bis 6 Monate alten Nierenwert (Kreatinin) vom Haus-/Facharzt
  • Sie liegen auf dem Untersuchungstisch auf einer speziellen Beckenspule.
  • Während der Untersuchung wird intravenös ein Kontrastmittel gegeben.
  • Über eine Gegensprechanlage sind Sie jederzeit mit unserem Personal verbunden.
  • Die Untersuchung dauert zirka 30 Minuten und ist schmerzfrei.

Prostata-Vorsorge

Wer trägt die Kosten?

Aus medizinischer Sicht ist die MRT-Untersuchung der Prostata für viele Patienten sinnvoll. Sie ist eine hervorragende Methode, um Prostatakrebs schon im Frühstadium zu erkennen. Leider werden die Kosten der Kernspintomographie nur in Ausnahmefällen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Prostatauntersuchung im MRT kann natürlich als Selbstzahler-Leistung in Anspruch genommen werden. Dabei gilt die Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ). Die privaten Kassen übernehmen in der Regel die Kosten vollständig. Wir beraten Sie hierzu gerne.